Grußworte

Zur diesjährigen Interdisziplinären Tagung hielten Carolina Trautner, die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und Prof. Dr. Frank Fischer, Vorsitzender des JFF – Jugend Film Fernsehen e. V. die Grußworte. … Weiterlesen

Teaservideo

Eine Tagung, die Sie sicher nicht vergessen werden. Das Projektteam der Interdisziplinären Tagung des JFF – Institut für Medienpädagogik gibt in einem kurzweiligen Teaservideo einen Einblick in die diesjährige Thematik der Tagung.

Prof. Dr. Martin Korte: Erinnern und Vergessen in digitalen Medien: Warum Vergessen wichtig für das Erinnern ist.

“Vergessen gilt vielen als Fehlleistung des Gehirns. Dabei ist es ein wichtiger und unterschätzter Prozess. Ohne ihn könnten wir nicht abstrakt denken. Vergessen ist also nicht immer ein Fehler des Gedächtnisses, sondern oft auch ein wichtiger und aktiver Prozess. Nur wer vergisst, kann Unwichtiges von Wichtigem trennen, abstrakt denken und Probleme lösen. Darüber hinaus hilft es beim Erinnern. Der zelluläre Mechanismus des Vergessens, die Langzeitdepression, ähnelt dem des Lernens und findet an denselben Synapsen statt. Es ist dabei aber unklar, ob wir Inhalte tatsächlich löschen oder der Zugang zu ihnen nur schwieriger wird. Unsere Erinnerungen ändern sich mit jedem Abruf. Wie verhalten sich diese Gehirnmechanismen des Filters und Vergessens zur Arbeit mit digitalen Medien?”

Prof. Dr. Martin Korte, TU Braunschweig, Abt. Zelluläre Neurobiologie

Jahrgang 1964, ist Professor für zelluläre Neurobiologie an der TU Braunschweig und Direktor des Zoologischen Institutes, und war 2010-2012 Vizepräsident der TU Braunschweig. Er studierte Biologie (Diplom) in Münster, Tübingen und an den National Institutes of Health, Bethesda, Maryland, USA, arbeitete für viele Jahre an den Max-Planck-Instituten für Hirnforschung (Frankfurt) und Neurobiologie (München-Martinsried) und habilitierte 2001 an der LMU München. Martin Korte erforscht die zellulären Grundlagen von Lernen und Gedächtnis, ebenso wie die Vorgänge des Vergessens. Er ist einer der meistzitierten deutschen zellulären Neurobiologen. 

Herr Korte ist bekannt durch eine Reihe von Fernsehauftritten (ARD (Der klügste Deutsche, 2011, Deutschlands größter Gedächtnistest, 2009/2010); Schweizer Fernsehen (Sternstunde Philosophie), RTL (Stern-TV/Schlauer als Günter Jauch, er ist Buchautor (Hirngeflüster: Wie wir lernen, unser Gedächtnis effektiv zu trainieren, Europa-Verlag,; „Jung im Kopf: Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden“ und “Wir sind Gedächtnis: Wie unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind.”) 

Er hält jährlich neben seinen wissenschaftlichen Vorträgen eine Vielzahl öffentlicher Vorträge vor Schuldirektoren, Lehrern, Eltern, Schülern, oder Politikern. Als wissenschaftlicher Berater von mehr als einem halben Dutzend Büchern und Gründungsmitglied der Jungen Akademie, die an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und an der Leopoldina zu Halle angesiedelt ist, ist er einer der ausgewiesensten Lernforscher in Deutschland. 

Prof. Korte ist u.a. für diese Tätigkeiten des „Public Unterstanding of Science“ mit dem „Karl Heinz Beckhurtz Preis“ ausgezeichnet worden. Er ist darüber hinaus Mitglied der BBAW. 2015 erhielt für seine innovative Lehre den Fakultätenpreis des Stifterverbandes der deutschen Wissenschaft.

Dr. Vivien Sommer: (Post)Digitale Erinnerungsräume: Transformation von Erinnerungskultur und Identität

“Das private und das öffentliche Erinnern an die Vergangenheit geschieht mehr denn je in und über soziale Medien. So versammeln sich etwa unter den Hashtags  #niewieder, #Auschwitz75 oder auch #WeRemember, um nur einige wenige zu nennen, unterschiedlichste mediale Angebote auf den verschiedenen sozialen Plattformen wie YouTube, Twitter, Instagram und Facebook, um an den Holocaust zu erinnern. Erinnern im Zusammenhang mit digitalen Medien kann dabei als mediatisiertes Erinnern beschrieben werden. Mit dem Konzept postdigitaler Erinnerungsräume nähere ich mich in meinem Vortrag der Frage nach dem Wandel von Erinnern und Vergessen. So gehe ich davon aus, dass Erinnern im postdigitalen Zeitalter nicht nur eine Transformation durchläuft, sondern an vorherige mediatisierte Erinnerungspraktiken anschließt. Aufbauend darauf illustriere ich an konkreten Beispielen, dass durch eine Digitalisierung von Erinnerungskulturen sich nicht ausschließlich ein Wandel, sondern auch ein Sichtbarmachen von fluiden Prozessen des Erinnerns jenseits analytischer Grenzziehungen vollzieht – wie zum Beispiel zwischen einem privaten Familiengedächtnis und einem offiziellen kollektiven Gedächtnis etwa einer staatlichen Gemeinschaft. Was das genau bedeutet, welche möglichen Transformationsprozesse damit einher gehen und welche Auswirkungen diese auf die Identität von Erinnerungsgemeinschaften haben, steht im Zentrum meines Vortrags.”

Dr. Vivien Sommer, Soziologin, TU Berlin

Dr. Vivien Sommer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin und forscht derzeit über die diskursive Konstituierung und Legitimierung von Planungswissen am Beispiel der IBA Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Raumsoziologie, Qualitative Methoden, Diskurstheorie und -analyse, Mediensoziologie und Erinnerungs- und Gedächtnissoziologie. Vivien Sommer hat an der Freien Universität Berlin Soziologie, Philosophie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft studiert. Sie promovierte an der Technischen Universität Chemnitz mit einer mediensoziologischen Studie zum Thema „Erinnern im Internet. Der Online-Diskurs um John Demjanjuk“.  

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Dr. Michaela Kramer: In Erinnerungen scrollen – Zur Erinnerungsarbeit in sozialen Medien als Teil jugendlicher Identitätsentwicklung.

“Das Verhältnis von Fotografie und Erinnerung wird gemeinhin als ein Festhalten vergänglicher Momente diskutiert. Die damit vorausgesetzte Objektivität beider Praxen täuscht jedoch darüber hinweg, dass zum einen fotografische Bilder Wirklichkeit nicht unmittelbar widerspiegeln und zum anderen Erinnerung ein komplexer Prozess ist, der sich in jeder Rezeptionssituation unterschiedlich gestalten kann. Einen spezifischen Wandel erfuhren fotoindizierte Erinnerungspraktiken durch die Verbreitung von Smartphones und Social Media Apps. So hat durch die Veralltäglichung der Fotografie ein rasanter Anstieg der entstehenden Bildmengen stattgefunden, die zur erneuten Reflexion genutzt werden können. Hinzu kommen plattformseitig eingeschriebene Möglichkeiten und Begrenzungen des individuellen Bildgebrauchs, die nun veränderte Erinnerungs- und Biografisierungsoptionen bieten. Anschließend an die Präsentation einer empirischen Studie zur Relevanz aktueller Fotopraktiken Jugendlicher für ihre alltägliche Identiätsarbeit diskutiert der Vortrag die Konzepte visueller Kompe­tenz und Biografizität als mögliche Ansatzpunkte der medienpädago­gischen Arbeit.”

Dr. Michaela Kramer, Erziehungswissenschaftlerin, FAU Erlangen-Nürnberg

Michaela Kramer arbeitet am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zuvor war sie am Arbeitsbereich Medienpädagogik der Universität Hamburg tätig. Dort sowie an der Leuphana Universität Lüneburg studierte sie Bildungs- und Erziehungswissenschaften. Im Jahr 2020 schloss sie ihre Promotion über Smartphone-Fotografie in der Adoleszenz ab. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Mediensozialisations- und Identitätsforschung sowie visuelle Forschungsmethoden. 

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Prof. Dr. Stefan Selke: Das beste aller Leben? Künstliche Intelligenz als Kurator menschlicher Erinnerung

“Wie verändern sich individuelle Erinnerung und kollektive Erinnerungskultur, wenn Erinnerungsdaten mittels künstlicher Intelligenz sortiert, selektiert, analysiert und präsentiert werden? Der Vortrag geht der Frage nach den Funktionsweisen und Wirkungen neuartiger kuratierender Erinnerungssysteme nach. Interaktive Erinnerungs-Avatare bieten die Möglichkeit, menschliche Erinnerungsfähigkeit zu überformen, Gedächtnisleistungen auszulagern und die eigene Lebensführung zu optimieren. Aus umsortierbaren Datenfragmenten wird so eine Lebensgeschichte, bei der Algorithmen auswählen, was bedeutungsvoll ist. KI-gestützte Erinnerungssysteme greifen dabei tief in das Beziehungsgeflecht von Menschen ein, sie verändern Prozesse der Biografisierung, des Andenkens sowie der Seelsorge. Je marktförmiger diese Angebote ausgestaltet werden, desto mehr ist nach den langfristigen Folgen und Kosten dieser Systeme zu fragen. Die Nutzung kuratierender Erinnerungssysteme geht einerseits mit der Zunahme an Handlungsoptionen einher, andererseits aber auch mit der Externalisierung von Autonomie an technische Systeme. Wird vor diesem Hintergrund das beste aller Leben das von KI editierte Leben sein?”

Prof. Dr. Selke, Professur für „Soziologie und gesellschaftlichen Wandel“ sowie Forschunggsprofessur „Transformative und öffentliche Wissenschaft.”

Prof. Dr. Stefan Selke lehrt Soziologie und gesellschaftlichen Wandel an der Hochschule Furtwangen. Er ist Forschungsprofessor für „Transformative und öffentliche Wissenschaft“ sowie Visiting Professor an der University of Huddersfield (UK). Selke studierte Luft- und Raumfahrttechnik und promovierte dann in Soziologie. Im Auftrag von Bundes- und Landesministerien leitet er gegenwärtig drei Forschungsprojekte zum digitalen Wandel. Als disziplinärer Grenzgänger ist Selke als Redner, Buchautor und Blogger sowie Interview- und Gesprächspartner der Medien auch außerhalb der Wissenschaft präsent. Selke versteht sich als öffentlicher Soziologe, der Positionen zu gesellschaftlich umstrittenen Themen entwickelt. Neben Digitalisierung sind seine Forschungsthemen soziale Utopien sowie Weltraumexploration.

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Wie verändern digitale Medien unser Erinnern?

Zeit- und Raumerleben in digitalisierten Welten.

Erinnerung ist schon immer zeit- und raumgebunden. Die Bedeutung von Medien als Träger und Vermittler kollektiver wie individueller Erinnerungen ist dabei unumstritten. Digitale Medien verändern jedoch die Formen und Praktiken unseres Erinnerns: Raum- und Zeitgrenzen werden immer häufiger marginalisiert, Erinnerungsprozesse damit zunehmend entgrenzt. Indem die Abstände zwischen Ereignis und Erinnerung kürzer werden, beeinflussen digitale Medien darüber hinaus unser Zeiterleben.

Augmented-Reality-Angebote machen Geschichte und Erinnerungsorte (gefühlt) unmittelbar erfahrbar. Damit verändert sich auch der Zugang zur Vergangenheit. Es eröffnen sich neue Erinnerungsräume, die nicht mehr allein an reale Erinnerungsorte gebunden bleiben. Daneben produziert das individuelle Medienhandeln fortlaufend Datenmengen, die schon morgen Vergangenheiten abbilden – sichtbar im Fotoalbum des Smartphones oder in den Posts auf Social-Media-Plattformen. Geschichte wird somit ein alltäglicher Bestandteil der Gegenwart.

Mit Grußworten von  Carolina Trautner, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Siegfried Schneider, Präsident der BLM, und Prof. Dr. Frank Fischer, Vorsitzender des JFF e. V.

Mittwoch, 25. November | 1530 – 1700 Uhr


1530 Meet & Greet

1600 Begrüßung

1610 (Post)Digitale Erinnerungsräume: Transformation von Erinnerungskultur und Identität
Dr. Vivien Sommer, Soziologin, TU Berlin

1635 Fragen & Diskussion

1700 Ende

Donnerstag, 26. November | 1530 – 1745 Uhr

1530 Meet & Greet

1600 Begrüßung

1610 Erinnern und Vergessen in digitalen Medien: Warum Vergessen wichtig für das Erinnern ist
Prof. Dr. Martin Korte, Neurobiologe, TU Braunschweig

1635 Pause

1645 Das beste aller Leben? Künstliche Intelligenz als Kurator menschlicher Erinnerung
Prof. Dr. Stefan Selke, Soziologe, Hochschule Furtwangen

1710 Fragen & Diskussion

1745 Ende

Freitag, 27. November | 0930 – 1200 Uhr


0930 Meet & Greet

1000 Begrüßung

1010 In Erinnerungen scrollen – Zur Erinnerungsarbeit in sozialen Medien als Teil jugendlicher Identitätsentwicklung.
Dr. Michaela Kramer, Erziehungswissenschaftlerin, FAU Erlangen-
Nürnberg

1035 Breakout-Sessions

1100 Pause

1115 Podiumsdiskussion mit Fragen aus den Breakout-Sessions

1200 Ende

Hier gibt es das Programm zum Herunterladen.

Kristin Narr

(c) Annika Dollmeyer

Kristin Narr studierte Kommunikations- und Medienwissenschaften mit Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig (Magistra Artium). Seit 2012 arbeitet sie als freiberufliche Medienpädagogin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen des offenen, kreativen und partizipativen Einsatzes digitaler Medien, der digitalen Kinder- und Jugendbeteiligung, im Lernen mit digitalen Medien sowie im Making und Open Educational Resources. Zu diesen Themen konzipiert sie Workshops, führt Projekte durch, berät Bildungseinrichtungen, schreibt Texte, hält Vorträge und moderiert Veranstaltungen. Sie ist Herausgeberin des Handbuchs „Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen“ und Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK).

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Dr. Claudia Lampert „Digitale Spielsachen für die „Kleinen“ – Spielmittel oder -ware?“

Das Angebot an digitalen und onlinefähigen Spielsachen wird immer vielfältiger, sowohl hinsichtlich ihrer Koppelung mit dem Internet als auch der damit einhergehenden Spiel- und Nutzungsmöglichkeiten. Einige Spielsachen bieten digitale Erweiterungen im Netz (z. B. in Form von ergänzenden Onlinespielen), andere lassen sich über das Smartphone oder das Ipad steuern, mitunter sogar programmieren, oder sind so „smart“, dass sie auf das Verhalten der Kinder reagieren. Die Versprechen der Anbieter im Hinblick auf den Nutzen (z. B. Spaß, Förderung digitaler Kompetenzen) sind mindestens so groß wie die Sorgen und Befürchtungen zu den möglichen Risiken (z. B. Datensicherheit/-schutz, Veränderung der Kommunikation zwischen Eltern und Kindern, Veränderung des kindlichen Spiels). Im Vortrag werden die digitalen Spielzeuge genauer unter die Lupe genommen. Neben einem strukturierenden Überblick werden auf der Basis der Ergebnisse einer Analyse der Berichterstattung zu digitalen Spielsachen aufgezeigt, welche Bildungschancen und welche Risiken mit diesen assoziiert werden und welche Rolle und Verantwortung den Eltern zugeschrieben wird.

Dr. Claudia Lampert ist wissenschaftliche Referentin am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung und beschäftigt sich im Rahmen verschiedener Projekte mit digitalen Medien in der Lebenswelt von Kindern. Gemeinsam mit Kollegen aus zwölf Ländern hat sie untersucht, wie sogenannte Internet of Toys in der Medienberichterstattung thematisiert werden.

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Kathrin Demmler und Gisela Schubert „Mobile Medien in Familien & Kitas. Neue Medien, alte Spiele – Thesen & Herausforderungen“

„Wir erkunden bei Hörspaziergängen spielerisch die Umwelt”, so schilderten pädagogische Fachkräfte den Medieneinsatz in einer der befragten Kindertagesstätten. Im Rahmen der aktuellen Studie Mobile Medien in Familien wurden im Jahr 2017 Gruppeninterviews mit den pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen sowie Einzelinterviews mit den Einrichtungsleitungen durchgeführt. Ziel ist es, Wissen zur Bedeutung der Medien für Kinder im Alter von drei bis acht Jahren zu erhalten: Welche Rolle spielen mobile Medien und Internet in den Einrichtungen? Welche Einstellungen haben die Fachkräfte zu diesem Thema? Inwiefern ist Medienerziehung im pädagogischen Konzept verankert? Welchen Unterstützungsbedarf haben die Fachkräfte? In einem ersten Auswertungsschritt wurden sowohl allgemeine Tendenzen zum Umgang mit und zur Einstellung gegenüber Medien in Kindertageseinrichtungen herausgearbeitet sowie der Fokus auf den Umgang mit digitalen Spielangeboten und die Integration medienbezogener Erfahrungen in das kindliche Spiel gerichtet. Basierend auf ersten Erkenntnissen wird sich der Vortrag diesen Fragen widmen: Welche Bedingungen können für eine erfolgreiche Integration von Medien in den Alltag von Kindertageseinrichtungen bezogen auf die Interessen der Kinder, die Haltung der Fachkräfte, die Einstellung der Eltern und die Ausstattung mit Medien, formuliert werden? Welches Medienspektrum sowie welche Konzepte, die Medien einbeziehen, sind heute bereits in Kindergärten und Horten vorhanden? Darauf aufbauend werden Herausforderungen in Bezug auf den Umgang mit digitalen Spielen und Medienerfahrungen im Spiel benannt. Zentrale Bezugspunkte für diese Herausforderungen sind, dass

  • es große Unterschiede hinsichtlich der kindlichen Lebenswirklichkeit in der Familie und in Kindertageseinrichtungen gibt,
  • Kenntnisse bezüglich der medienbezogenen Ausstattung in den Familien ebenso nötig sind, wie eine enge Rücksprache mit den Eltern,
  • es an Wissen über digitalen Spielmöglichkeiten an sich sowie deren pädagogische Einsatzmöglichkeiten fehlt,
  • Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen nicht nur Fortbildungen im pädagogischen Umgang mit den Medien, sondern auch teamorientierte Qualifizierung benötigen, um eine Haltung gegenüber neuen Techniken, Angeboten und Konzepten zu entwickeln.

 

JFF Institut für MedienpädagogikKathrin Demmler hat Lehramt an Grundschulen studiert und ist seit 1999 medienpädagogische Referentin am JFF, von 2009 bis 2016 verantwortete sie gemeinsam mit Günther Anfang den Arbeitsbereich Praxis. Seit 2010 ist sie Direktorin des JFF, bis 2016 gemeinsam mit Dr. Ulrike Wagner. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Innovationen in der Bildungsarbeit, Medienarbeit mit Kindern, mobile Medien, Digitalisierung sowie Netzwerkprojekte.

 

 

 

Gisela Schubert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF – Institut für Medienpädagogik. Ihre Schwerpunkte sind medienpädagogische Evaluationsforschung, Medienaneignungsforschung (insbesondere in Bezug auf digitale Medien) sowie Partizipation mit Medien.

 

 

 

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