Prof. Dr. Martin Korte: Erinnern und Vergessen in digitalen Medien: Warum Vergessen wichtig für das Erinnern ist.

Vergessen gilt vielen als Fehlleistung des Gehirns. Dabei ist es ein wichtiger und unterschätzter Prozess. Ohne ihn könnten wir nicht abstrakt denken. Vergessen ist also nicht immer ein Fehler des Gedächtnisses, sondern oft auch ein wichtiger und aktiver Prozess. Nur wer … Weiterlesen

Dr. Vivien Sommer: (Post)Digitale Erinnerungsräume: Transformation von Erinnerungskultur und Identität

Das private und das öffentliche Erinnern an die Vergangenheit geschieht mehr denn je in und über soziale Medien. So versammeln sich etwa unter den Hashtags  #niewieder, #Auschwitz75 oder auch #WeRemember, um nur einige wenige zu nennen, unterschiedlichste mediale Angebote auf den verschiedenen sozialen Plattformen wie YouTube, Twitter, … Weiterlesen

Dr. Michaela Kramer: In Erinnerungen scrollen – Zur Erinnerungsarbeit in sozialen Medien als Teil jugendlicher Identitätsentwicklung.

Das Verhältnis von Fotografie und Erinnerung wird gemeinhin als ein Festhalten vergänglicher Momente diskutiert. Die damit vorausgesetzte Objektivität beider Praxen täuscht jedoch darüber hinweg, dass zum einen fotografische Bilder Wirklichkeit nicht unmittelbar widerspiegeln und zum anderen Erinnerung ein komplexer Prozess … Weiterlesen

Prof. Dr. Stefan Selke: Das beste aller Leben? Künstliche Intelligenz als Kurator menschlicher Erinnerung

Wie verändern sich individuelle Erinnerung und kollektive Erinnerungskultur, wenn Erinnerungsdaten mittels künstlicher Intelligenz sortiert, selektiert, analysiert und präsentiert werden? Der Vortrag geht der Frage nach den Funktionsweisen und Wirkungen neuartiger kuratierender Erinnerungssysteme nach. Interaktive Erinnerungs-Avatare bieten die Möglichkeit, menschliche Erinnerungsfähigkeit zu überformen, Gedächtnisleistungen auszulagern und die eigene Lebensführung … Weiterlesen

Wie verändern digitale Medien unser Erinnern?

Zeit- und Raumerleben in digitalisierten Welten. Erinnerung ist schon immer zeit- und raumgebunden. Die Bedeutung von Medien als Träger und Vermittler kollektiver wie individueller Erinnerungen ist dabei unumstritten. Digitale Medien verändern jedoch die Formen und Praktiken unseres Erinnerns: Raum- und … Weiterlesen

Kristin Narr

Kristin Narr studierte Kommunikations- und Medienwissenschaften mit Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig (Magistra Artium). Seit 2012 arbeitet sie als freiberufliche Medienpädagogin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen des offenen, kreativen und partizipativen Einsatzes digitaler Medien, der digitalen Kinder- und … Weiterlesen

Dr. Claudia Lampert „Digitale Spielsachen für die „Kleinen“ – Spielmittel oder -ware?“

Das Angebot an digitalen und onlinefähigen Spielsachen wird immer vielfältiger, sowohl hinsichtlich ihrer Koppelung mit dem Internet als auch der damit einhergehenden Spiel- und Nutzungsmöglichkeiten. Einige Spielsachen bieten digitale Erweiterungen im Netz (z. B. in Form von ergänzenden Onlinespielen), andere lassen sich über das Smartphone oder das Ipad steuern, mitunter sogar programmieren, oder sind so „smart“, dass sie auf das Verhalten der Kinder reagieren. Die Versprechen der Anbieter im Hinblick auf den Nutzen (z. B. Spaß, Förderung digitaler Kompetenzen) sind mindestens so groß wie die Sorgen und Befürchtungen zu den möglichen Risiken (z. B. Datensicherheit/-schutz, Veränderung der Kommunikation zwischen Eltern und Kindern, Veränderung des kindlichen Spiels). Im Vortrag werden die digitalen Spielzeuge genauer unter die Lupe genommen. Neben einem strukturierenden Überblick werden auf der Basis der Ergebnisse einer Analyse der Berichterstattung zu digitalen Spielsachen aufgezeigt, welche Bildungschancen und welche Risiken mit diesen assoziiert werden und welche Rolle und Verantwortung den Eltern zugeschrieben wird.

Dr. Claudia Lampert ist wissenschaftliche Referentin am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung und beschäftigt sich im Rahmen verschiedener Projekte mit digitalen Medien in der Lebenswelt von Kindern. Gemeinsam mit Kollegen aus zwölf Ländern hat sie untersucht, wie sogenannte Internet of Toys in der Medienberichterstattung thematisiert werden.

Zum Programm

Kathrin Demmler und Gisela Schubert „Mobile Medien in Familien & Kitas. Neue Medien, alte Spiele – Thesen & Herausforderungen“

„Wir erkunden bei Hörspaziergängen spielerisch die Umwelt”, so schilderten pädagogische Fachkräfte den Medieneinsatz in einer der befragten Kindertagesstätten. Im Rahmen der aktuellen Studie Mobile Medien in Familien wurden im Jahr 2017 Gruppeninterviews mit den pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen sowie Einzelinterviews mit den Einrichtungsleitungen durchgeführt. Ziel ist es, Wissen zur Bedeutung der Medien für Kinder im Alter von drei bis acht Jahren zu erhalten: Welche Rolle spielen mobile Medien und Internet in den Einrichtungen? Welche Einstellungen haben die Fachkräfte zu diesem Thema? Inwiefern ist Medienerziehung im pädagogischen Konzept verankert? Welchen Unterstützungsbedarf haben die Fachkräfte? In einem ersten Auswertungsschritt wurden sowohl allgemeine Tendenzen zum Umgang mit und zur Einstellung gegenüber Medien in Kindertageseinrichtungen herausgearbeitet sowie der Fokus auf den Umgang mit digitalen Spielangeboten und die Integration medienbezogener Erfahrungen in das kindliche Spiel gerichtet. Basierend auf ersten Erkenntnissen wird sich der Vortrag diesen Fragen widmen: Welche Bedingungen können für eine erfolgreiche Integration von Medien in den Alltag von Kindertageseinrichtungen bezogen auf die Interessen der Kinder, die Haltung der Fachkräfte, die Einstellung der Eltern und die Ausstattung mit Medien, formuliert werden? Welches Medienspektrum sowie welche Konzepte, die Medien einbeziehen, sind heute bereits in Kindergärten und Horten vorhanden? Darauf aufbauend werden Herausforderungen in Bezug auf den Umgang mit digitalen Spielen und Medienerfahrungen im Spiel benannt. Zentrale Bezugspunkte für diese Herausforderungen sind, dass

  • es große Unterschiede hinsichtlich der kindlichen Lebenswirklichkeit in der Familie und in Kindertageseinrichtungen gibt,
  • Kenntnisse bezüglich der medienbezogenen Ausstattung in den Familien ebenso nötig sind, wie eine enge Rücksprache mit den Eltern,
  • es an Wissen über digitalen Spielmöglichkeiten an sich sowie deren pädagogische Einsatzmöglichkeiten fehlt,
  • Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen nicht nur Fortbildungen im pädagogischen Umgang mit den Medien, sondern auch teamorientierte Qualifizierung benötigen, um eine Haltung gegenüber neuen Techniken, Angeboten und Konzepten zu entwickeln.

 

JFF Institut für MedienpädagogikKathrin Demmler hat Lehramt an Grundschulen studiert und ist seit 1999 medienpädagogische Referentin am JFF, von 2009 bis 2016 verantwortete sie gemeinsam mit Günther Anfang den Arbeitsbereich Praxis. Seit 2010 ist sie Direktorin des JFF, bis 2016 gemeinsam mit Dr. Ulrike Wagner. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Innovationen in der Bildungsarbeit, Medienarbeit mit Kindern, mobile Medien, Digitalisierung sowie Netzwerkprojekte.

 

 

 

Gisela Schubert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF – Institut für Medienpädagogik. Ihre Schwerpunkte sind medienpädagogische Evaluationsforschung, Medienaneignungsforschung (insbesondere in Bezug auf digitale Medien) sowie Partizipation mit Medien.

 

 

 

Zum Programm

Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll

  Prof. Dr. phil., Diplom-Psychologin; seit 2006 Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München. Studium und Promotion in Regensburg bei Prof. Dr. Klaus Grossmann, ab 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max Planck Institut für Psychiatrie in München; 2005 Habilitation an der … Weiterlesen