1. Kreativität beim post-digitalen Musikmachen: Voraussetzung, Ressource, Katalysator? mit Prof. Dr. Michael Ahlers & Carsten Wernicke


Bei Expertisierungsprozessen (nicht nur) in künstlerischen Domänen wird zielgerichtetes Üben als konstitutiver Teil identifiziert. Hierbei werden zahlreiche (kleine und größere) Problemlöseprozesse auf diversen Ebenen (z.B. motorisch, ästhetisch, kognitiv usw.) durchlaufen und erfolgreich “absolviert”. Die dabei identifizierten Strategien und Nutzungsszenarien lassen sich auch vor dem Hintergrund von Kreativitätsdebatten und -modellen hierzu diskutieren.

Die Beziehung zwischen den beteiligten Akteur*innen, technischen Entitäten und daraus resultierenden, vermeintlich spezifischen Praktiken steht aktuell wieder im Fokus. Basierend auf Teilergebnissen eines laufenden BMBF-Forschungsprojektes zur Aneignung und Nutzung digital-haptischer Musik-Interfaces werden auf Basis von Video-Vignetten unter anderem Verhältnisse zwischen digitaler und analoger Literalität diskutiert. Ferner wird Kreativität als neoliberale Anrufung, künstlerisches Strategiebündel, sowie unter machtkritischen Perspektiven verhandelbar.

Referenten: Prof. Dr. Michael Ahlers & Carsten Wernicke


Carsten Wernicke, M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-geförderten Forschungsprojekt Musikalische Interface-Design: Augmentierte Kreativität und Konnektivität (MIDAKuK-TP2) an der Leuphana Universität Lüneburg. Von 2011 bis 2017 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Gemeinsamen Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er promoviert zu Interface-Konstellationen in Prozessen musikalischer Aneignung von digital-haptischen MusikmachDingen.

 

 

Prof. Dr. Michael Ahlers studierte Musik und Deutsch für das Lehramt der Sekundarstufen sowie Musikwissenschaft. Nach Stationen in einem musikpädagogischen Verlag sowie als Gesellschafter einer Firma für Musik- und Medienproduktion in Hamburg unterrichtete er seit dem Jahr 2005 an der Universität Paderborn in den Lehramtsstudiengängen und im Programm „Populäre Musik und Medien.“ 2008 wurde er mit einer Arbeit zu digitalen Schnittstellen im Musikunterricht promoviert. 2010-2012 war er als Professor am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg beschäftigt.

Seit 2012 ist er als Professor für Musikdidaktik mit dem Schwerpunkt Popularmusik an der Leuphana Universität Lüneburg tätig. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen in der empirischen Musikpädagogik, Popular Music Studies, digitalen Medien in Musikproduktion und der Musikwirtschaft, der Kreativitätsforschung und mehr.

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