Aktuelles Programm für die 10. Interdisziplinäre Tagung ist online.

Das Programm der 10. Interdisziplinären Tagung “Alles unter Kontrolle? Interdisziplinäre Zugänge zum Aufwachsen in der digitalen Gesellschaft” am 28.11.2014 in München ist online.

Persönlichkeitsrechte und demokratische Grundrechte werden in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft aktuell grundlegend in Frage gestellt. Souverän und selbstbestimmt sein Leben zu gestalten, sich genussvoll mit kulturellen, sozialen oder auch politischen Themen zu beschäftigen und für die eigene Lebensführung selbstsicher informierte Entscheidungen zu treffen – dieses Ideal mündiger Bürgerinnen und Bürger erscheint mit Blick auf die immer weiter voranschreitende Durchdringung nahezu aller Lebensbereiche mit digitalen und vernetzen Medien immer schwieriger zu erreichen – gerade weil die Angebote der Medienwelt auf der einen Seite ständig verfügbar sind und auf der anderen Seite ihre Strukturen gleichzeitig immer undurchschaubarer werden.

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebens- und Gesellschaftsbereiche mit Medien wirft immer neue Fragen danach auf, wie Kinder und Jugendliche im Aufwachsen und ihrem Wohlergehen unterstützt werden können:

Welche Perspektive haben Heranwachsende selbst auf eine zunehmend mediatisierte und digitalisierte Gesellschaft?

Wie können Erwachsene – Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern aber auch zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure – Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen im Sinne der Gestaltung eines souveränen und möglichst selbstbestimmten Lebens unterstützen?

Mit welchen Akteurinnen und Akteuren sollte die Pädagogik zusammenarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen?

Die interdisziplinäre Tagungsreihe des JFF regt zu einem fachübergreifenden Diskurs über das Heranwachsen in mediatisierten Lebenswelten an, bei dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen Aspekte des Medienhandelns von Heranwachsenden unter aktuellen gesellschaftlichen und medialen Bedingungen zu beleuchten.

Zum Programm.

Die 10. Interdisziplinäre Tagung “Alles unter Kontrolle?”

IdT14_Header_klDie fortschreitende Digitalisierung aller Lebens- und Gesellschaftsbereiche mit Medien wirft immer neue Fragen danach auf, wie Kinder und Jugendliche im Aufwachsen und ihrem Wohlergehen unterstützt werden können. Die 10. Interdisziplinäre Tagung “Alles unter Kontrolle? Interdisziplinäre Zugänge zum Aufwachsen in der digitalen Gesellschaft” am 28.11.2014 ging diesen Fragen nach.

  • Das Programm stellte Edda im First Sight-Video zur 10. Interdisziplinären Tagung vor.
  • Einen detaillierten Überblick über das Programm der Tagung mit Beiträgen von Prof. Dr. Klaus Mainzer, Prof. Dr. Alexander Filipovic und weiteren interessanten Referent/-innen kann hier in der aktuellen Fassung online eingesehen werden und ist hier als pdf erhältlich.
  • Am Vorabend der Tagung, am 27.11.2014, fand anlässlich der nun 10. Tagung ein Jubiläumsempfang im Jüdischen Museum München statt. Einblicke in die Veranstaltung erhalten Sie hier.
  • Die Videodokumentation der Tagung wird derzeit aufbereitet. Die Videoaufzeichnungen der Vorträge sind dann unter Medien abrufbar.

 

Informationen zur 9. Interdisziplinären Tagung am 29.11.2013

‘Mobile Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen’ standen im Fokus der 9. Interdisziplinären Tagung am 29.11.2013. Auf dieser Seite können Sie sich über das Programm der Tagung und die Vorträge sowie über die Tagungsreihe insgesamt informieren.

idt13_firstsight01_splashLassen Sie sich von Ulrike Wagner und Niels Brüggen in zweiundhalb Minuten eine Vorschau vom Inhalt der Tagung geben. Diesen ersten Einblick erhalten Sie auf der Medienseite im “First Sight”-Videoclip hier.

 

 

graphic_200Auf der Medienseite finden Sie Videomittschnitte verschiedener Vorträge und der Grußworte zur Tagung sowie eine Bilddokumentation der Tagung. Die Diskussion am Nachmittag wurde z. B. mittels graphic recording im wahren Wortsinn in einem Bild aufgezeichnet (siehe auch Abbildung links).

Hashtag #idt13 – die Interdisziplinäre Tagung 2013 auf Twitter

Nutzen Sie Twitter? Beiträge zur Interdisziplinären Tagung werden wir mit dem Hashtag #idt13 markieren.Bereits im Vorfeld der Tagung können Sie mit diesem Hashtag auf Twitter auch Fragen einbringen, die wir dann versuchen im Laufe der Tagung aufzugreifen. Oder Sie nutzen direkt die Kommentarfunktion hier im Blog.

Im Verlauf der Tagung gibt es darüber hinaus auch viele Gelegenheiten, Fragen direkt im Plenum einzubringen oder in der Pause zu klären.

Programm der Interdisziplinären Tagung vom 29.11.2013

Achtung! Sie sehen hier das Programm der 9. Interdisziplinären Tagung “vernetzt_öffentlich_aktiv. Mobile Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen” vom 29.11.2013.
 

Kurztext zur Tagung

‚Immer on‘ und ‚immer da und zugleich woanders‘. Die 9. Interdisziplinäre Tagung beschäftigt sich mit der Bedeutung mobiler Medien im Alltag von Heranwachsenden. Dank Smartphone, Tablet & Co. ist Kommunikation mit der Peergroup, den Eltern etc. nahezu unabhängig von Ort und Zeit möglich. Jeder Moment kann als Foto oder Kurznachricht geteilt werden. Und auch die Recherche von Informationen und Meinungen oder der Zugriff auf Medienangebote sind möglich, wo immer ein Netzzugang besteht. Zugleich sind die Datenströme der Geräte ebenfalls ‚immer on‘ und für Nutzende kaum zu kontrollieren. Die zunehmende Mobilität von Medien(handeln) bringt als Sozialisationsbedingung für Jugendliche also Chancen und Herausforderungen mit sich. Für die Medienpädagogik ergeben sich daraus unter anderem folgende Fragen:

  • Wie verändert sich die Erfahrung von (öffentlichen und privaten) Räumen, wenn über Datenflüsse bewusst oder unbewusst der Raum entgrenzt wird?
  • Wie aktiv können Jugendliche diese Bedingungen ihres Aufwachsens mitgestalten?
  • Wie können adäquate pädagogische Ansätze aussehen?

Die 9. Interdisziplinäre Tagung bringt Expertise aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen und aus der Bildungspraxis zusammen, um die Bedeutung mobiler Medien als Sozialisationsbedingung zu diskutieren. Ziel der Tagung ist es, aus interdisziplinären Einblicken Folgerungen für die medienpädagogische Arbeit in Praxis, Forschung und Aufsicht zu ziehen.

10.30 Ankunft und Anmeldung

11.00 Grußworte der Veranstalter

  • Siegfried Schneider, Präsident der BLM
  • Prof. Dr. Bernd Schorb, Universität Leipzig und Vorsitzender des JFF e.V.

Moderation: Kerstin Heinemann (JFF)

11.30 Walkman, Boombox, Gameboy, Tamagotchi – Zur Mobilisierung von Jugendkultur (Dr. Matthias Thiele, TU Dortmund)

Zwischeninput: Medialer Einblick in mobiles Medienhandeln Heranwachsender (JFF)

12.15 Mobilität und mobiler Mediengebrauch im Kontext der Entwicklungsbedingungen von Heranwachsenden (Prof. Dr. Nicola Döring, TU Ilmenau)

12.45 Diskussion (medien-)pädagogischer Perspektiven

13.15 Mittagspause

14.15 Interdisziplinärer Diskurs mit Expert/-innen und Publikum (Moderation: Niels Brüggen, Sebastian Ring, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis)

  • Aneignung von Sozialraum – Herausforderungen für die medienpädagogische Praxis ‘vor Ort’
    mit Prof. Dr. Nadia Kutscher, Universität Vechta
  • Apps als Bildungsaufgabe – komplexe Zuständigkeiten bei Datenschutz und co.
    mit Miriam Meder, Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht
  • Technisierung von Jugendmedienschutz – ‘neue’ Ansätze für Aufsicht und Prävention
    mit Verena Weigand, Bayerische Landeszentrale für neue Medien
  • Medienkompetenz mobil – souverän mit Apps und mobiler Technik agieren
    mit Daniel Seitz, mediale pfade – Agentur für Medienbildung

16.30 Abschluss der Veranstaltung (Dr. Ulrike Wagner, JFF)

ab 17.00 Programm in der Villa Stuck, 19.00 feierliche Preisverleihung ‚Ohrenblick mal!

 

‚Immer on‘ und ‚immer da und zugleich woanders‘

‚Immer on‘ und ‚immer da und zugleich woanders‘. Die 9. Interdisziplinäre Tagung beschäftigt sich mit der Bedeutung mobiler Medien im Alltag von Heranwachsenden. Dank Smartphone, Tablet & Co. ist Kommunikation mit der Peergroup, den Eltern etc. nahezu unabhängig von Ort und Zeit möglich. Jeder Moment kann als Foto oder Kurznachricht geteilt werden. Und auch die Recherche von Informationen und Meinungen oder der Zugriff auf Medienangebote sind möglich, wo immer ein Netzzugang besteht. Zugleich sind die Datenströme der Geräte ebenfalls ‚immer on‘ und für Nutzende kaum zu kontrollieren. Die zunehmende Mobilität von Medien(handeln) bringt als Sozialisationsbedingung für Jugendliche also Chancen und Herausforderungen mit sich. Für die Medienpädagogik ergeben sich daraus unter anderem folgende Fragen:

  • Wie verändert sich die Erfahrung von (öffentlichen und privaten) Räumen, wenn über Datenflüsse bewusst oder unbewusst der Raum entgrenzt wird?
  • Wie aktiv können Jugendliche diese Bedingungen ihres Aufwachsens mitgestalten?
  • Wie können adäquate pädagogische Ansätze aussehen?

Die 9. Interdisziplinäre Tagung bringt Expertise aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen und aus der Bildungspraxis zusammen, um die Bedeutung mobiler Medien als Sozialisationsbedingung zu diskutieren. Ziel der Tagung ist es, aus interdisziplinären Einblicken Folgerungen für die medienpädagogische Arbeit in Praxis, Forschung und Aufsicht zu ziehen.

Im Anschluss an die Tagung findet am Abend in der Villa Stuck das bundesweite Handyclip-Festival „Ohrenblick mal!“ mit festlicher Preisverleihung statt.

Band 6 2011 – Alles auf dem Schirm? Jugendliche in vernetzten Informationswelten

Buchtitel "Alles auf dem Schirm?"

Buchtitel “Alles auf dem Schirm?”

Vor allem Jugendliche nutzen das Internet und die Mitmachoptionen des Web 2.0, um sich selbst und ihre Verortung in der Welt zu suchen und zu testen. Das kann ihnen zum Vorteil und zum Nachteil gereichen: Kompetent genutzt taugt die vielgestaltige, vernetzte Informationswelt als „Entwicklungshelfer“ und kann dazu beitragen, sich im sozialen Leben souverän zu positionieren. Genauso aber birgt sie das Risiko, sich im Informationswald zu verirren.

Dass Medien eine, wenn nicht gar die zentrale Informationsinstanz für Jugendliche sind, ist unstrittig. Wie sich Jugendliche die heute verfügbaren Informationsnetze zunutze machen, nach welchen Kriterien sie aus der Fülle auswählen, welche Informationen sie selbst verbreiten und unter welchen Bedingungen sie daraus Gewinn ziehen oder in Problemlagen geraten – das sind Fragen, die für die Medienpädagogik wichtig sind. Denn der Umgang mit medialer Information hat hohe Relevanz für eine souveräne Lebensführung in der mediatisierten Gesellschaft.

Die sechste Band der Interdisziplinären Diskurse will zur Klärung dieser Fragen beitragen und so die Entwicklung angemessener (medien-)pädagogischer Handlungsstrategien gegenüber und in den medialen Informationsnetzen anregen.

Gründlich und breit aufgestellt bietet das Buch einen medienpädagogischen Blick auf die aktuelle „Lebenswelt“ des Web 2.0 und bindet im Schwerpunkt die Fragen nach faktischer Nutzung, Chancen und Risiken der digitalen Informationswelten gerade in sozialen Netzwerken ein. Sachgerecht und fundiert werden zentrale „Zugangspunkte“ dargelegt und Thesen entwickelt. Das Buch findet seine Adressaten vor allem in der medienpädagogischen Forschung, kann aber auch zur Reflexion eigener, praktischer Arbeit mit Jugendlichen dienen.
Pfarrer Michael Lehmann-Pape, socialnet.de

Helga Theunert / Ulrike Wagner (Hrsg.): Alles auf dem Schirm?

Jugendliche in vernetzten Informationswelten
Schriftenreihe Interdisziplinäre Diskurse Band 6,

München 2011, 158 Seiten

ISBN 978-3-86736-262-7
16,80 €

 

Band 5 2010 – Medien . Bildung . Soziale Ungleichheit

Cover2009_Layout:JFFMedien sind als ein Bestandteil der Lebenswelt zu qualifizieren, der soziale Ungleichheit stützt und untermauert. So ist die Chance für Heranwachsende, aus den Angeboten der Medienwelt Gewinn zu ziehen, systematisch ungleich verteilt und die Koinzidenz von sozialer Herkunft und Bildung konturiert die unübersehbare Trennlinie. An dieser Trennlinie entscheidet sich zum Beispiel wer sich das zentrale Informationssystem Medien zu Nutze machen kann, um gesellschaftliche Strukturen, Geschehnisse und Ereignisse zu verstehen und deren Relevanz für das eigene Leben einzuschätzen, und wer sich in der Informationsfülle der Medienwelt verliert und von ihr eher desorientiert wird, oder wer von der Vielfalt der konvergenten Medienwelt und den aus der Digitalisierung erwachsenden kommunikativen, produktiven und partizipationsorientierten Formen des Medienhandelns profitiert und wer umgekehrt von der selbstbestimmten Indienstnahme dieser Möglichkeiten ausgeschlossen bleibt.

Mangelnde Chancen, die Medienwelt zu durchschauen und aktiv ein souveränes Leben mit Medien zu gestalten, markieren eine benachteiligende Lebensbedingung, die in Wechselwirkung mit anderen Benachteiligungsfaktoren soziale Ungleichheit verfestigt. Diese Prozesse aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen zu analysieren und Ansatzpunkte zur Gegensteuerung in pädagogischen Handlungsfeldern zu diskutieren, ist das Anliegen des vorliegenden Bandes.

Helga Theunert (Hrsg.)
Medien . Bildung . Soziale Ungleichheit
Differenzen und Ressourcen im Mediengebrauch Jugendlicher
Schriftenreihe Interdisziplinäre Diskurse Band 5
München 2010, 181 Seiten

ISBN 978-3-86736-097-5
16,80 EUR