Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll

 

JFF Institut für Medienpädagogik

Foto: Mairhofer

Prof. Dr. phil., Diplom-Psychologin; seit 2006 Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München. Studium und Promotion in Regensburg bei Prof. Dr. Klaus Grossmann, ab 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max Planck Institut für Psychiatrie in München; 2005 Habilitation an der LMU München, seit 2012 APL-Professur an der LMU München; Forschungsschwerpunkte: Bindungs- und Explorationsentwicklung in den ersten Lebensjahren, Bildung und Beziehungsqualität, Qualität frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung.

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Dr. Judith Ackermann „Digitales Spielen im analogen Raum“

Das Bewusstsein dafür, dass menschliches Spielen als wesentliches Element von Kultur zu werten ist, ist deutlich älter als die Digitalisierung. Huizinga identifizierte es in seinem Homo Ludens aus dem Jahr 1938 gar als Ursprung jeglicher Kultur. Computerspiele, die das Spielen mit digitalen Technologien in Einklang bringen, hatten es hingegen deutlich schwerer und brauchten deutlich länger um als Kulturgut anerkannt zu werden. Dabei liefert die Integration digitaler Technologien sowohl Möglichkeiten zur Erweiterung, Ausdifferenzierung und Vervielfältigung klassischer Spielformen als auch zur Kreierung neuer. Aus kulturwissenschaftlicher Perspektive lassen sich unterschiedliche Linien digitalen Spielens nachzeichnen, die historisch aufeinander aufbauen und mit unterschiedlichen Situativität einhergehen. Ausgehend von einer frühen Phase der Entwicklung spielerischer Anwendungen für die niedrigschwellige Erprobung von Mensch-Maschine-Interaktionen und dem konstanten Befördern technischer Innovation durch forderndes Gamedesign legt der Vortrag besonderen Fokus auf die Perfektionierung von mit Computerspielen einhergehenden Verfahren der Überwindung von Raum und Zeit bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der gemeinschaftlichen Spielsituation, welcher sich aktuell um eine neue Dimension der Ausdehnung erweitert sieht: die Verbindung bzw. Verschmelzung von digitalen mit analogen Räumen.

JFF Institut für Medienpädagogik

Judith Ackermann

Dr. Judith Ackermann ist Professorin für Digitale und Vernetzte Medien in der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften der FH Potsdam und regelmäßige Gastprofessorin an der School of Design des Politecnico di Milano. Sie hat an den Universitäten Bonn und Siegen sowie der Filmuniversität Potsdam gelehrt und war u.a. wissenschaftliche Koordinatorin des DFG-Graduiertenkollegs »Locating Media«. Zudem ist sie Initiatorin des internationalen Urban Games Festivals playin’siegen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Digitale Medien, Hybride Realitäten, (Urban) Gaming, Theater & Performance, Design as Research, Medienbildung und Medienkommunikation

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Dr. Niels Brüggen – Diskutant

Dr. Niels Brüggen leitet die Abteilung Forschung am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF). Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft, Informatik und Erziehungswissenschaft an der Universität Leipzig und der Dublin City University. Promotion in der Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Im Fokus seiner Arbeit steht, wie Heranwachsende Medien aneignen, welche Chancen darin für Ihre Lebensführung liegen aber auch, wo sie Unterstützung zur Bewältigung von Herausforderungen benötigen.

Thematisch hat er sich dabei unter anderem mit einer medienpädagogischen Perspektive auf Big Data, mit Datenschutz aus der Sicht von Heranwachsenden, mit den kommerziellen Strukturen beliebter Medienangebote sowie mit der Frage, welche Möglichkeiten zur aktiven (Mit-)Gestaltung von heutigen digitalen Medienwelten Heranwachsende haben auseinandergesetzt.

Weitere Informationen siehe http://www.jff.de/jff/ueber-uns/team/detailinfo/pers/brueggen/

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Veröffentlicht unter IdT17

Das „Kinderspiel in digitalen Lebenswelten” stand am 1.12.2017 im Fokus der 13. Interdisziplinären Tagung

Im Fokus der IdT17 stand das Kinderspiel in seiner zentralen Bedeutung für die kindliche Entwicklung und wie sich das Kinderspiel in digitalen Lebenswelten wandelt. Das “digitale” Spielen ist längst aus dem Computer herausgetreten und verschränkt sich mit Spielformen in der “realen” Welt. Mit digitalem Spielzeug, Beamerinstalationen etc. ziehen digitale Dinge auch in das Kinderspiel ein. Angesichts der zentralen Bedeutung, die das das Kinderspiel für die Entwicklung in vielen Bereichen hat, stellen sich eine Reihe von Fragen: Was bedeutet diese Entwicklung für das Kinderspiel? Inwiefern ergeben sich für Kinder pder pädagogische Fachkräfte neue kreative Gestaltungsmöglichkeiten? Inwiefern ist die Sorge berechtigt, dass die digitalen Dinge die Entwicklung von Kreativität beeinträchtigen? Welche Bildungspotenziale liegen im analogen und digitalen Spiel?

Das Programm brachte u.a. kulturwissenschaftliche, frühpädagogische und medienpädagogische Perspektiven auf den Wandel Spiels und des Kinderspiels zusammen. Details zum Programm sind hier im Blog veröffentlicht.

Die IdT17 wurde vom JFF gemeinsam mit der BLM und dem Bayerischen Sozialministerium veranstaltet.

Veranstaltungsort ist die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), Heinrich-Lübcke-Straße, 81737 München

Am 2. Dezember fand die Interdisziplinäre Tagung 2016 mit dem Fokus auf das Medienhandeln der 10- bis 14-Jährigen in München statt #IdT16

Die Tagung beleuchtete den Übergang zwischen Kindheit und Jugend aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Im Fokus stamden die Medienvorlieben und das Online-Handeln der Heranwachsenden unter den gegebenen medialen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Diskutiert werden gesellschaftliche, pädagogische und politische Konsequenzen.

Hier im Blog finden Sie einen Überblick über das Programm und die Video-Dokumentation der Tagung.

Veranstaltungsort war die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), Heinrich-Lübcke-Straße, 81737 München

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Anmeldung geschlossen

Wir freuen uns über die große Resonanz, die das Tagungsthema der 12. Interdisziplinären Tagung hat. Alle Plätze im großen Sitzungssaal der BLM sind ausgebucht und entsprechend ist die Anmeldung geschlossen.

Ein Hinweis für alle, die leider nicht mehr teilnehmen können:

Die Vorträge werden aufgezeichnet und sind im Nachgang zur Tagung hier im Blog verfügbar.

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Michael Gurt “Mediale Figuren und Themen der 10- bis 14-Jährigen im Fernsehen”

Mädchen und Jungen zwischen zehn und 14 Jahren sind auf der Schwelle zum Jugendalter, manche eher noch Kinder, andere längst im Teenagerleben angekommen. In diesem „Zwischenalter“ werden im Medienhandeln Entwicklungsthemen bearbeitet, es geht aber auch darum, Eigenständigkeit zu entwickeln und … Weiterlesen

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Ulrike Wagner & Christa Gebel “Mobil und online im Übergang: Ergebnisse aus dem ACT ON!-Monitoring”

Die Studie zur Perspektive der Zehn- bis 14-Jährigen auf Online-Angebote und Online-Risiken zeigt sehr eindrücklich, dass in dieser Altersgruppe WhatsApp, Youtube, Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter sowie auf das Spielen gerichtete Angebote für viele zum festen Online-Repertoire gehören. Die Heranwachsenden bewegen … Weiterlesen

Veröffentlicht unter IdT16

Rudolf Kammerl “Bildungserfolge und -übergänge in der Adoleszenz”

Die Entwicklungsphase Adoleszenz ist von umfassenden Veränderungen für die Heranwachsenden geprägt. In einem umfasserenderen Bildungsverständnis kann die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben als Bildungsaufgabe verstanden werden – die neben der schulischen Bildung (formale Bildung) zu meistern ist. Gerade in Deutschland sind formale … Weiterlesen

Veröffentlicht unter IdT16