Prof. Dr. Nadia Kutscher und Ramona Bouillon

Kinder. Bilder. Rechte. Ergebnisse der Studie der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im Kontext der digitalen Mediennutzung in der Familie

Digitale Medien spielen im Kontext der Familie eine bedeutsame Rolle. Insbesondere „Sharenting“ (Blum-Ross/Livingstone 2017), das Teilen von Informationen, Bildern und Videos aus dem familiären Alltag in sozialen Netzwerken gehört für viele Familien zum Alltag. Insbesondere wenn es dabei um Fotos der eigenen Kinder geht, stellt sich die Frage was diese eigentlich über die Sharenting-Praxen ihrer Eltern denken, wie sie beteiligt werden und welche Vorstellungen sie von Privatheit, Schutz und Medienhandeln haben. Im Kooperationsprojekt der Universität zu Köln und des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. wurden Kinder (im Alter von 6-13 Jahren) und ihre Eltern in mediengestützten Interviews nach Erfahrungen und eigenen Praxen zum Teilen familialer Fotos und weiterer digitaler Medienpraktiken befragt.

Im Vortrag werden die zentralen Ergebnisse der Studie vorgestellt, besonders im Hinblick darauf wie Kinder an ebengenannten Prozessen beteiligt werden (wollen), inwiefern sie welche Persönlichkeitsrechte für sich formulieren und welche teils divergierenden generationalen Perspektiven auf „Privatheit“ und „Schützenswertes“ sich in den Familien zeigen.

Prof. Dr. Nadia Kutscher ist Professorin für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit am Department Heilpädagogik und Rehabilitation an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Sie forscht zur Digitalisierung im Kontext des Aufwachsens junger Menschen sowie in der Sozialen Arbeit und beschäftigt sich dabei insbesondere mit Fragen von Ethik und Verantwortung, fachlichen Standards, Kinderrechten und sozialer Ungleichheit und Bildungsteilhabe.

 

Ramona Bouillon, Soziale Arbeit M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kooperationsprojekt der Universität zu Köln und des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. „Persönlichkeitsrechte von Kindern im Kontext der familialen Mediennutzung“. Sie studierte im BA und MA Soziale Arbeit an der Universität Vechta. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören u.a. Kindheit, Familie und Digitalisierung sowie Kindheit und soziale Ungleichheit.

 

Weiteres: www.hf.uni-koeln.de/39850

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