Aktualisiertes Programm der Tagung am 28.11.2014

Moderation: Ulrike Ostner (Bayerischer Rundfunk)

10.00     Anreise

10.30     Die Veranstaltenden im Gespräch.

10.45     Die Berechnung der Welt? Big Data im Zeitalter der Digitalisierung
(Prof. Dr. Klaus Mainzer, TU München)

11.15     entfällt Subjekte zwischen Er- und Entmächtigungserfahrungen: Herausforderungen in gegenwärtigen Medienkulturen
(Prof. Dr. Tanja Thomas, Universität Bremen)

Bedingungen des Aufwachsens im Spannungsfeld von Kontrolle und Transparenz. Zentrale Herausforderungen für die Medienpädagogik.
(Dr. Ulrike Wagner, JFF)

11.45     Nachfragen und Diskussion

12.15     Mittagspause

13.30     Fragen von Jugendlichen an die Zukunft der digitalen Gesellschaft. Einblicke in das Projekt “Jugend erforscht die Digitale Gesellschaft”
(Niels Brüggen, JFF)

13.45     Kurzinputs von und Diskussion mit Expertinnen und Experten:

–  Prof. Dr. Alexander Filipovic, Hochschule für Philosophie München
–  Dr. Till Kreutzer, i.e. Büro für informationsrechtliche Expertise, irights.law.de
–  Klaus Lutz, Medienzentrum Parabol Nürnberg

15.45    Wissen teilen! Interdisziplinarität als Realutopie.
(Prof. Dr. Helga Theunert)

16.00   digitaler Ausklang

 

Im Anschluss an die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr in der Villa Stuck die Preisverleihung des mobile clip festivals statt. Weitere Informationen dazu unter www.mobileclipfestival.de

 

Ankündigungstext zur Tagung

Persönlichkeitsrechte und demokratische Grundrechte werden in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft aktuell grundlegend in Frage gestellt. Souverän und selbstbestimmt sein Leben zu gestalten, sich genussvoll mit kulturellen, sozialen oder auch politischen Themen zu beschäftigen und für die eigene Lebensführung selbstsicher informierte Entscheidungen zu treffen – dieses Ideal mündiger Bürgerinnen und Bürger erscheint mit Blick auf die immer weiter voranschreitende Durchdringung nahezu aller Lebensbereiche mit digitalen und vernetzen Medien immer schwieriger zu erreichen – gerade weil die Angebote der Medienwelt auf der einen Seite ständig verfügbar sind und auf der anderen Seite ihre Strukturen gleichzeitig immer undurchschaubarer werden.

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebens- und Gesellschaftsbereiche mit Medien wirft immer neue Fragen danach auf, wie Kinder und Jugendliche im Aufwachsen und ihrem Wohlergehen unterstützt werden können:

Welche Perspektive haben Heranwachsende selbst auf eine zunehmend mediatisierte und digitalisierte Gesellschaft?

Wie können Erwachsene – Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern aber auch zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure – Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen im Sinne der Gestaltung eines souveränen und möglichst selbstbestimmten Lebens unterstützen?

Mit welchen Akteurinnen und Akteuren sollte die Pädagogik zusammenarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen?

Die interdisziplinäre Tagungsreihe des JFF regt zu einem fachübergreifenden Diskurs über das Heranwachsen in mediatisierten Lebenswelten an, bei dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen Aspekte des Medienhandelns von Heranwachsenden unter aktuellen gesellschaftlichen und medialen Bedingungen zu beleuchten.

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