Dr. Dagmar Berwanger „Frühe Bildung im Wandel – aktuelle Entwicklungen“

JFF Institut für MedienpädagogikDr. Dagmar Berwanger

  • Diplom-Psychologin, langjährige Erfahrung als Referentin, Dozentin, Fortbildnerin und Autorin zu Themen der Frühpädagogik
  • Langjährige Praxiserfahrung an der Ambulanz für Entwicklungsfragen am Institut für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 2002 Promotion an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Doktor der Humanbiologie
  • Seit 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP)
    • gerichtliche Sachverständige bei familienpsychologischen und                                                                             namensrechtlichen Fragestellungen
    •  seit 2010 in Abordnung an das Bayerische    Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen – „Referat frühkindliche Bildung und Erziehung“

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Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll

 

JFF Institut für Medienpädagogik

Foto: Mairhofer

Prof. Dr. phil., Diplom-Psychologin; seit 2006 Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München. Studium und Promotion in Regensburg bei Prof. Dr. Klaus Grossmann, ab 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max Planck Institut für Psychiatrie in München; 2005 Habilitation an der LMU München, seit 2012 APL-Professur an der LMU München; Forschungsschwerpunkte: Bindungs- und Explorationsentwicklung in den ersten Lebensjahren, Bildung und Beziehungsqualität, Qualität frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung.

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Dr. Judith Ackermann „Digitales Spielen im analogen Raum“

Das Bewusstsein dafür, dass menschliches Spielen als wesentliches Element von Kultur zu werten ist, ist deutlich älter als die Digitalisierung. Huizinga identifizierte es in seinem Homo Ludens aus dem Jahr 1938 gar als Ursprung jeglicher Kultur. Computerspiele, die das Spielen mit digitalen Technologien in Einklang bringen, hatten es hingegen deutlich schwerer und brauchten deutlich länger um als Kulturgut anerkannt zu werden. Dabei liefert die Integration digitaler Technologien sowohl Möglichkeiten zur Erweiterung, Ausdifferenzierung und Vervielfältigung klassischer Spielformen als auch zur Kreierung neuer. Aus kulturwissenschaftlicher Perspektive lassen sich unterschiedliche Linien digitalen Spielens nachzeichnen, die historisch aufeinander aufbauen und mit unterschiedlichen Situativität einhergehen. Ausgehend von einer frühen Phase der Entwicklung spielerischer Anwendungen für die niedrigschwellige Erprobung von Mensch-Maschine-Interaktionen und dem konstanten Befördern technischer Innovation durch forderndes Gamedesign legt der Vortrag besonderen Fokus auf die Perfektionierung von mit Computerspielen einhergehenden Verfahren der Überwindung von Raum und Zeit bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der gemeinschaftlichen Spielsituation, welcher sich aktuell um eine neue Dimension der Ausdehnung erweitert sieht: die Verbindung bzw. Verschmelzung von digitalen mit analogen Räumen.

JFF Institut für Medienpädagogik

Judith Ackermann

Dr. Judith Ackermann ist Professorin für Digitale und Vernetzte Medien in der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften der FH Potsdam und regelmäßige Gastprofessorin an der School of Design des Politecnico di Milano. Sie hat an den Universitäten Bonn und Siegen sowie der Filmuniversität Potsdam gelehrt und war u.a. wissenschaftliche Koordinatorin des DFG-Graduiertenkollegs »Locating Media«. Zudem ist sie Initiatorin des internationalen Urban Games Festivals playin’siegen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Digitale Medien, Hybride Realitäten, (Urban) Gaming, Theater & Performance, Design as Research, Medienbildung und Medienkommunikation

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Gisela Schubert „Mobile Medien in Familien & Kitas. Neue Medien, alte Spiele – Thesen & Herausforderungen“

„Wir erkunden bei Hörspaziergängen spielerisch die Umwelt“, so schilderten pädagogische Fachkräfte den Medieneinsatz in einer der befragten Kindertagesstätten. Im Rahmen der aktuellen Studie Mobile Medien in Familien wurden im Jahr 2017 Gruppeninterviews mit den pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen sowie Einzelinterviews mit den Einrichtungsleitungen durchgeführt. Ziel ist es, Wissen zur Bedeutung der Medien für Kinder im Alter von drei bis acht Jahren zu erhalten: Welche Rolle spielen mobile Medien und Internet in den Einrichtungen? Welche Einstellungen haben die Fachkräfte zu diesem Thema? Inwiefern ist Medienerziehung im pädagogischen Konzept verankert? Welchen Unterstützungsbedarf haben die Fachkräfte? In einem ersten Auswertungsschritt wurden sowohl allgemeine Tendenzen zum Umgang mit und zur Einstellung gegenüber Medien in Kindertageseinrichtungen herausgearbeitet sowie der Fokus auf den Umgang mit digitalen Spielangeboten und die Integration medienbezogener Erfahrungen in das kindliche Spiel gerichtet. Basierend auf ersten Erkenntnissen wird sich der Vortrag diesen Fragen widmen: Welche Bedingungen können für eine erfolgreiche Integration von Medien in den Alltag von Kindertageseinrichtungen bezogen auf die Interessen der Kinder, die Haltung der Fachkräfte, die Einstellung der Eltern und die Ausstattung mit Medien, formuliert werden? Welches Medienspektrum sowie welche Konzepte, die Medien einbeziehen, sind heute bereits in Kindergärten und Horten vorhanden? Darauf aufbauend werden Herausforderungen in Bezug auf den Umgang mit digitalen Spielen und Medienerfahrungen im Spiel benannt. Zentrale Bezugspunkte für diese Herausforderungen sind, dass

  • es große Unterschiede hinsichtlich der kindlichen Lebenswirklichkeit in der Familie und in Kindertageseinrichtungen gibt,
  • Kenntnisse bezüglich der medienbezogenen Ausstattung in den Familien ebenso nötig sind, wie eine enge Rücksprache mit den Eltern,
  • es an Wissen über digitalen Spielmöglichkeiten an sich sowie deren pädagogische Einsatzmöglichkeiten fehlt,
  • Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen nicht nur Fortbildungen im pädagogischen Umgang mit den Medien, sondern auch teamorientierte Qualifizierung benötigen, um eine Haltung gegenüber neuen Techniken, Angeboten und Konzepten zu entwickeln.

 

Gisela Schubert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF – Institut für Medienpädagogik. Ihre Schwerpunkte sind medienpädagogische Evaluationsforschung, Medienaneignungsforschung (insbesondere in Bezug auf digitale Medien) sowie Partizipation mit Medien.

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Dr. Niels Brüggen – Diskutant

Dr. Niels Brüggen leitet die Abteilung Forschung am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF). Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft, Informatik und Erziehungswissenschaft an der Universität Leipzig und der Dublin City University. Promotion in der Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Im Fokus seiner Arbeit steht, wie Heranwachsende Medien aneignen, welche Chancen darin für Ihre Lebensführung liegen aber auch, wo sie Unterstützung zur Bewältigung von Herausforderungen benötigen.

Thematisch hat er sich dabei unter anderem mit einer medienpädagogischen Perspektive auf Big Data, mit Datenschutz aus der Sicht von Heranwachsenden, mit den kommerziellen Strukturen beliebter Medienangebote sowie mit der Frage, welche Möglichkeiten zur aktiven (Mit-)Gestaltung von heutigen digitalen Medienwelten Heranwachsende haben auseinandergesetzt.

Weitere Informationen siehe http://www.jff.de/jff/ueber-uns/team/detailinfo/pers/brueggen/

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Veröffentlicht unter IdT17

Das „Kinderspiel in digitalen Lebenswelten“ steht im Fokus der 13. Interdisziplinären Tagung am 1.12.2017

Im Fokus der IdT17 steht das Kinderspiel in seiner zentralen Bedeutung für die kindliche Entwicklung und wie sich das Kinderspiel in digitalen Lebenswelten wandelt. Das „digitale“ Spielen ist längst aus dem Computer herausgetreten und verschränkt sich mit Spielformen in der „realen“ Welt. Mit digitalem Spielzeug, Beamerinstalationen etc. ziehen digitale Dinge auch in das Kinderspiel ein. Angesichts der zentralen Bedeutung, die das das Kinderspiel für die Entwicklung in vielen Bereichen hat, stellen sich eine Reihe von Fragen: Was bedeutet diese Entwicklung für das Kinderspiel? Inwiefern ergeben sich für Kinder pder pädagogische Fachkräfte neue kreative Gestaltungsmöglichkeiten? Inwiefern ist die Sorge berechtigt, dass die digitalen Dinge die Entwicklung von Kreativität beeinträchtigen? Welche Bildungspotenziale liegen im analogen und digitalen Spiel?

Das Programm bringt u.a. kulturwissenschaftliche, frühpädagogische und medienpädagogische Perspektiven auf den Wandel Spiels und des Kinderspiels zusammen. Details zum Programm sind hier im Blog veröffentlicht.

Die IdT17 wird vom JFF gemeinsam mit der BLM und dem Bayerischen Sozialministerium veranstaltet.

Veranstaltungsort ist die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), Heinrich-Lübcke-Straße, 81737 München

Am 2. Dezember fand die Interdisziplinäre Tagung 2016 mit dem Fokus auf das Medienhandeln der 10- bis 14-Jährigen in München statt #IdT16

Die Tagung beleuchtete den Übergang zwischen Kindheit und Jugend aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Im Fokus stamden die Medienvorlieben und das Online-Handeln der Heranwachsenden unter den gegebenen medialen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Diskutiert werden gesellschaftliche, pädagogische und politische Konsequenzen.

Hier im Blog finden Sie einen Überblick über das Programm und die Video-Dokumentation der Tagung.

Veranstaltungsort war die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), Heinrich-Lübcke-Straße, 81737 München

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Anmeldung geschlossen

Wir freuen uns über die große Resonanz, die das Tagungsthema der 12. Interdisziplinären Tagung hat. Alle Plätze im großen Sitzungssaal der BLM sind ausgebucht und entsprechend ist die Anmeldung geschlossen.

Ein Hinweis für alle, die leider nicht mehr teilnehmen können:

Die Vorträge werden aufgezeichnet und sind im Nachgang zur Tagung hier im Blog verfügbar.

Veröffentlicht unter IdT16

Michael Gurt „Mediale Figuren und Themen der 10- bis 14-Jährigen im Fernsehen“

Mädchen und Jungen zwischen zehn und 14 Jahren sind auf der Schwelle zum Jugendalter, manche eher noch Kinder, andere längst im Teenagerleben angekommen. In diesem „Zwischenalter“ werden im Medienhandeln Entwicklungsthemen bearbeitet, es geht aber auch darum, Eigenständigkeit zu entwickeln und … Weiterlesen

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