Ulrike Wagner & Christa Gebel „Mobil und online im Übergang: Ergebnisse aus dem ACT ON!-Monitoring“

Die Studie zur Perspektive der Zehn- bis 14-Jährigen auf Online-Angebote und Online-Risiken zeigt sehr eindrücklich, dass in dieser Altersgruppe WhatsApp, Youtube, Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter sowie auf das Spielen gerichtete Angebote für viele zum festen Online-Repertoire gehören. Die Heranwachsenden bewegen sich dabei aber keineswegs so risikofreudig ist wie manchmal suggeriert wird und sie haben durchaus Interesse an ihrem Schutz vor Online-Risiken. Dabei nehmen sie vor allem jene Risiken in den Blick, die ihren Persönlichkeitsschutz, Technik (z. B. Viren und Schadprogramme) sowie Kostenfallen und Werbung betreffen. Gerade diese Risiken nehmen sie als miteinander vernetzt wahr. Sie können diese Risiken durchaus beschreiben, haben gleichzeitig aber zu wenig Wissen, um in ihrem Medienhandeln die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Die grundsätzlich hohe Motivation der Heranwachsenden sich mit Online-Risiken auseinander zu setzen bietet gute Voraussetzungen, um angepasste medienpädagogische Strategien zu entwickeln. Ansatzpunkte für die Medienpädagogik bieten dabei jene Orientierungsquellen, die von den Heranwachsenden selbst genannt werden: beliebte Youtuberinnen und Youtuber, die Peergroup und die Eltern.

ulrikewagner_neu_klUlrike Wagner hat  Kommunikationswissenschaft und Politologie an der Universität Salzburg und der Università degli Studi di Pavia studiert und ihr Doktoratsstudium an der Universität Leipzig absolviert. Seit 2001 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF, seit 2009 Leitung des Arbeitsbereichs Forschung, von November 2010 bis Dezember 2016 Direktorin des JFF. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören Medienkonvergenz und medialer Wandel aus der Perspektive von Kindern, Jugendlichen und ihrem pädagogischen und erzieherischen Umfeld, Partizipation von Heranwachsenden in einer mediatisierten Gesellschaft, Sozialisation mit und über Medien, Kinder- und Jugendmedienforschung in sozial benachteiligten Milieus sowie Methoden der Kindheits- und Jugendforschung.

 

 

Foto von Christa Gebel

Christa Gebel, Diplom-Psychologin, ist seit 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Forschung des JFF. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Medien in der Familie, Jugendmedienschutz und Umgang von Heranwachsenden mit Online-Medien. Sie führte die ACT ON! Monitoringstudie durch, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in den Jahren 2015 und 2016 Wahrnehmung und Bewertung von Online-Angeboten und Online-Risiken durch Zehn- bis 14-Jährige untersuchte.

 

 

 

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